B-Vitamine - Natürlich Gesund

Alles über B-Vitamine

Vitamine sind unverzichtbar für unsere Gesundheit. Der B-Komplex, welcher aus acht Vitaminen besteht, treibt lebensnotwendige Stoffwechsel-Vorgänge in unserem Körper voran. Sie haben zudem eine Vielzahl von unterschiedlichen Funktionen im Nervensystem. Chronologisch ist die Nummerierung der B-Vitamine nicht. Da ursprünglich noch mehr Substanzen zu dem Komplex gezählt wurden, diese sich aber im Nachhinein als „Nicht-Vitamine“ herausstellten. Beispielsweise Natriumpangamat, früher Vitamin B 15, zählt heute nicht mehr zum B-Komplex. Vitamine zeichnen sich nämlich dadurch aus, dass unser Körper sie nicht eigenständig oder in ausreichender Menge selber herstellen kann. B-Vitamine sind alle wasserlöslich. Das hat im Vergleich mit den fettlöslichen Vitaminen A, D, E und K einen Vorteil, Überdosierungen sind mit Vitamin B beinahe unmöglich. Alles, was der Körper nicht braucht, scheidet er über die Niere mit dem Urin aus. Die Funktionen der B-Vitamine hängen im Körper so eng zusammen, dass selten ein Mangel nur eines Vitamins dieser Gruppe auftritt.

Die B-Vitamine und ihre Funktionen im Überblick

Vitamin B1 (Thiamin): Gut für die Nerven

Thiamin trägt zur Energiegewinnung aus der Nahrung bei und ist erforderlich für die Funktionsfähigkeit des Nervensystems. Der Bedarf hängt davon ab, wie man sich ernährt. Wer viel Alkohol und Kohlenhydrate zu sich nimmt, hat einen erhöhten Bedarf, fettreiche Kost senkt ihn. Es ist besonders in Nüssen, Getreide, Kartoffeln und Innereien enthalten.

Vitamin B2 (Riboflavin): Zuständig für Fett- und Eiweiss-Abbau

Riboflavin spielt beim Stoffwechsel eine wichtige Rolle. Es ist notwendig für den Abbau von Fett und Eiweiss. Es schützt zudem die Augenlinse und die roten Blutkörperchen. Wer eine gesunde Haut und intakte Nägel möchte, benötigt ebenfalls Vitamin B2. Einen Teil des täglichen Bedarfes bilden unsere Darmbakterien bei einer gesunden Darmflora. Reich an B2 sind Hülsenfrüchte, Milch, Käse und Brokkoli.

Vitamin B3 (Niacin): Verbessert die Konzentrationsfähigkeit und senkt den Cholesterin-Spiegel

Niacin wird ebenfalls für den Stoffwechsel benötigt, auch für die Bildung und Reparatur neuer Gewebe, Zellen und Muskeln. Vitamin B3 senkt auch die Blutfettkonzentration und verbessert Denk-und Merkvermögen. Der tägliche Bedarf dieses Vitamins richtet sich nach dem Energiebedarf. Besonders tierische Lebensmittel, Fisch, Fleisch, Leber sind niacinhaltig.

Vitamin B5 (Pantothensäure): Fördert die Wundheilungl

Für einen reibungslosen Kohlenhydrat-, Fett- und Eiweissstoffwechsel ist Vitamin B5 wichtig. Pantothensäure benötigen wir zudem für die Wundheilung und ein gesundes Abwehrsystem. In nahezu allen tierischen und pflanzlichen Lebensmitteln kommt Pantothensäure vor. Ein Mangel führt zu Beschwerden wie etwa Dauermüdigkeit, Konzentrationsschwäche, Abgeschlagenheit oder Dauermüdigkeit. Anfälligkeit auf Infekte und eine schlechte Wundheilung können ebenfalls Anzeichen auf einen Mangel an Vitamin B5 hinweisen.

Vitamin B6 (Pyriodixin): Besorgt den Eiweissstoffwechsel

Pyriodixin braucht unser Körper um Aminosäuren zu bilden und um Eiweissstoffe umzuwandeln und einzubauen. In Bananen, Getreide, Gemüse und Milch finden wir dieses Vitamin. Ein Mangel äussert sich mit entzündlichen Veränderungen an der Haut und den Schleimhäuten. Rissige und aufgesprungene Lippen können ebenfalls ein Indiz sein.

Vitamin B7 (Biotin): Für Haare, Haut und Nägel

Besser bekannt ist VitaminB7 als Biotin. Für gesunde Haut, schöne Haare und feste Nägel ist es unverzichtbar. Lebensmittel wie Hülsenfrüchte, Sojaprodukte, Leber, Eigelb und Nüsse sind besonders biotinreich. Ein Mangel an Biotin fällt besonders durch Haarausfall, splittrige Nägel und raue Haut auf.

Vitamin B9 (Folsäure): Für eine gesunde Schwangerschaft

Vor allem Frauen in der Schwangerschaft benötigen Folsäure. Bei einem Mangel drohen dem Ungeborenen Neuralrohrdefekte wie Spina bifida, der offene Rücken. Viele Ärzte empfehlen deshalb vor allem im ersten Drittel der Schwangerschaft eine Folsäuresubstitution. In Blattgemüse, Hefe, Molke-Erzeugnissen und in Spargel kommt Vitamin B9 vor. Blässe, Müdigkeit, schnelle Erschöpfung und depressive Verstimmungen können ein Indiz für einen Mangel sein.

Vitamin B12 ( Cobalamin): Für funktionierende Nerven und neue Zellen

Unser Körper braucht Vitamin B12 für die Synthese der Erbsubstanz, die Zellerneuerung und für funktionierende Nerven. Zudem kann Folsäure nur mit Vitamin B12 aktiviert werden. Cobalamin kommt vorwiegend in tierischen Produkten wie Fleisch, Fisch, Eier und Milch vor. Sanddorn ist beispielsweise eine Ausnahme, jedoch muss die Fruchtschale mitverarbeitet werden. Ein Mangel äussert sich durch Müdigkeit, schnelle Erschöpfbarkeit und Konzentrationsschwäche. Mangelt es an roten Blutkörperchen, kommt es zur Blutarmut. Ein Mangel an weissen Blutkörperchen führt zu einer erhöhten Infektanfälligkeit mit verminderter Abwehrleistung.

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