Jahr für Jahr trifft man Sie immer zahlreicher auf Schweizer See und Flüssen an: Die Rede ist von Stand Up Paddlern, die stehend über das Wasser gleiten und sich mit Hilfe eines Paddels nahezu lautlos und äusserst effizient fortbewegen. Wir sind der Frage nachgegangen, wo diese neue Trendsportart ihre Wurzeln hat und warum sich Jahr für Jahr immer mehr Menschen für SUP – so heisst die neue Trendsportart – begeistern. Übrigens: Stand Up Paddeln ist der am schnellsten wachsende Wassersport seit dem Windsurfboom in den 80er-Jahren.
Asien gilt als Wiege des Stand Up Paddels
Man geht davon aus, dass Stand Up Paddeln in ähnlicher Form bereits vor Jahrtausenden betrieben wurde. In Asien beispielsweise sind bis heute noch Ein-Mann-Flösse im Einsatz, die im Stehen mit einem sogenannten Stechpaddel vorwärts bewegt werden. In neuerer Zeit traf man sie zuerst auf Hawaii an. Anfangs waren es vor allem Surflehrer und Fotografen, die auf dem Brett standen, um einen besseren Überblick zu haben. Nach und nach entwickelte sich daraus eine willkommene sportliche Alternative für wellen- und windarme Tage am Meer oder auf ruhigen Binnengewässern, Flüssen und Seen.
Ein Einführungskurs macht Sinn

Stand Up Paddeln ist zwar auch von ungeübten Wassersportlern problemlos zu erlernen, doch einfacher geht, wenn man zuerst einen Einsteigerkurs besucht. Hier erhält man von erfahrenen Guides wichtige Informationen über die richtige Vorbereitung, die optimale Fahrtechnik und welche Gefahren und Vorschriften es zu beachten gilt. Die ersten «Paddel-Versuche» sollte man aber auf jeden Fall auf einem ruhigen See durchführen. Wer sich mit einem SUP auf einen Fluss wagt, sollte nicht nur das Board perfekt beherrschen, sondern auch wissen, welche Vorsichtsmassnahmen auf fliessenden Gewässern unbedingt zu beachten sind.
Die Schweiz – ein Eldorado für Stand Up Paddler
Wussten Sie, dass es in der Schweiz über 70 Seen und zahlreiche Flüsse gibt, auf denen mal traumhafte SUP Touren unternehmen kann? An vielen dieser Seen besteht übrigens auch die Möglichkeit, die nötige Ausrüstung zu mieten. Ein weiterer unschätzbarer Vorteil in der Schweiz ist das perfekt ausgebaute öffentliche Verkehrsnetz. Dank den ausgezeichneten Bus-, Bahn- und Schiffs-verbindungen ist es problemlos möglich, dieses faszinierende Hobby äusserst umweltschonend zu betreiben.
Vorschriften die man kennen muss

Ein Stand-Up-Paddle-Brett gilt aus rechtlicher Sicht als Ruderboot. Ein SUP hat somit keinen Vortritt vor Kurschschiffen, Güterschiffen, Berufsfischern und Segelschiffen. Hingegen hat man als Stand-Up-Paddler Vortritt vor Motorbooten, Windsurfern und Kitesurfern.
Wenn Sie bei Nacht oder schlechter Sicht auf dem Wasser unterwegs sind, müssen SUP’s mit einem weissen Rundumlicht beleuchtet sein. Wer sich weiter als 300 Meter vom Ufer entfernt aufhält, muss eine Schwimmweste oder eine Schwimmhilfe dabei haben. Zwar brauchen SUP’s kein offizielles Nummernschild, aber sie müssen gut mit Name und Adresse des Eigentümers gekennzeichnet sein.
Tipps die man beachten sollte
Stand Up Paddeln gehört zwar nicht zu den Risikosportarten, aber dennoch sollte man einige Tipps beachten. Wenn Sie auf eine SUP-Tour gehen, ist es ratsam, die Tour sorgfältig zu planen und sich über die örtlichen Besonderheiten zu informieren. Beispielsweise, ob es am entsprechenden See Naturschutzgebiete gibt, auf die man Rücksicht nehmen muss oder wie es aktuell mit der Wassertemperatur aussieht. In kalten Gewässern sollten Sie unbedingt einen Neopreen-Anzug tragen. Bei sommerlichen Temperaturen und starkem Sonnenschein gilt wie überall auf dem Wasser: Auf den richtigen Sonnenschutz kommt’s an…
Darauf sollten Sie beim Kauf achten
Der SUP-Markt boomt und das Angebot wird von Woche zu Woche grösser. Bevor Sie sich für den Kauf eines SUP-Boards entscheiden, ist es wichtig, dass Sie die einzelnen Boards genau vergleichen. Und zwar nicht nur vom Preis, sondern für welchen Einsatz sie besonders geeignet sind. Am besten ist es, wenn Sie sich in einem SUP-Shop in aller Ruhe beraten lassen. Falls Sie die Ausrüstung lieber online kaufen möchten, empfiehlt es sich, zuerst einen aktuellen SUP-Board-Tests zu studieren.
Die schönsten Stand Up Paddle Touren der Schweiz
Welche SUP-Touren tatsächlich die «schönsten» sind, lässt sich natürlich nicht abschliessend sagen. Dazu sind die individuellen Vorlieben ganz einfach zu unterschiedlich. Am einfachsten ist es, sich im Internet auf speziellen SUP-Portalen zu informieren. Hier finden Sie zu den verschiedenen Touren auch detaillierte Informationen wie Distanz, Paddelzeit, SUP-Verleih, Übernachtungsmöglichkeiten sowie öffentliche Verkehrsmittel. Geben Sie im Google oder einer anderen Suchmaschine einfach «Stand Up Paddel Touren Schweiz» ein und schon sind sie mitten im SUP-Eldorado.
