Wussten Sie, dass die Schweiz bei der Häufigkeit von Hautkrebs europaweit an der Spitze liegt? Einer der Hauptgründe ist der mangelhafte Schutz vor UV-Strahlung, die als wichtigster beeinflussbarer Faktor für die Schädigung der Haut durch Sonnenbrand gilt. Wird der ungeschützte Körper zu lange ultravioletter Strahlung ausgesetzt, kommt es zu einer Entzündung der Haut. Die betroffenen Hautstellen röten sich und es können sich sogar Blasen bilden.
Nicht jeder Hauttyp verträgt gleich viel Sonne
Die Wirkung der UV-Strahlung hängt unter anderem von der Empfindlichkeit der Haut ab. Dabei unterscheidet man zwischen sechs unterschiedlichen Hauttypen, wovon die Typen I bis IV als europäische Hauttypen bezeichnet werden.

Hauttyp I
Dieser Hauttyp ist sehr empfindlich, bräunt nie und reagiert sehr rasch mit einem Sonnenbrand. Menschen mit Hauttyp I haben eine sehr helle empfindliche Haut, häufig auch Sommersprossen, helle Augen und rotblondes Haar.
Hauttyp II
Hauttyp II bräunt kaum und bekommt oft einen Sonnenbrand. Menschen mit diesem Hauttyp haben eine helle, empfindliche Haut, blaue, graue, grüne oder braune Augen und blonde bis braune Haare.
Hauttyp III
Diesen Hauttyp haben meist Menschen mit heller bis hellbrauner Haut sowie dunkelblonden bis braunen Haaren. Die Haut bräunt schneller als Hauttyp II und ist nicht ganz so empfindlich.
Hauttyp IV
Hauttyp IV ist hellbraun bis olivfarben. Typische Augenfarbe ist braun bis dunkelbraun und die Haare sind dunkelbraun. Menschen mit diesem Hauttyp werden sehr schnell braun.

Vorbeugen ist besser als Heilen
Sonne ist wichtig für den menschlichen Organismus, denn UV-Strahlen sind unverzichtbar, damit der Körper das wichtige Vitamin D herstellen kann. Wichtig ist es deshalb, sich beim Sonnenbaden oder längeren Aufenthalten im Freien entsprechend zu schützen. Der wirkungsvollste Schutz ist immer noch, die Zeit während der stärksten UV-Strahlung, bei uns zwischen 11 und 15 Uhr, im Schatten zu verbringen. In jedem Fall zu empfehlen ist das Tragen eines Sonnenhutes mit breiter Krempe oder zumindest ein Cap.
Wählen Sie den passenden Sonnenschutzfaktor
Die Wahl des geeigneten Sonnenschutzfaktors hängt im Wesentlichen von Ihrem Hauttyp und der Dauer der Sonneneinstrahlung ab. Als Grundregel gilt: Je empfindlicher Ihre Haut umso höher sollte der Faktor sein. Die Haut von Kindern beispielsweise weist nur einen Eigenschutz von ca. 5 Minuten auf und benötigt daher einen entsprechend hohen Schutzfaktor von LSF 30 oder mehr.

Was tun bei einem Sonnenbrand?
Wenn Sie einen leichten Sonnenbrand erwischt haben, reicht es in der Regel, die entsprechenden Körperbereiche zu kühlen und mit einer natürlichen Feuchtigkeitslotion zu behandeln. Falls sich bereits kleine Blasen gebildet haben, empfiehlt es sich, diese mit einer kühlenden, entzündungshemmenden Brandsalbe zu behandeln. Bei grossen und zahlreichen Blasen an exponierten Stellen wie beispielsweise im Gesicht, sollten Sie sich fachgerecht behandeln lassen.