Wie gesund ist Spinat tatsächlich? - Natürlich Gesund

Es gibt kaum ein anderes Gemüse, dem man so viele «gesunde» Eigenschaften nachgesagt werden, wie dem Spinat. Raue Mengen Eisen soll Spinat enthalten und viele wertvolle Vitamine und Mineralstoffe. Und wenn dem sympathischen Comic-Helden «Popeye» glauben möchte, dann verleiht Spinat zudem Bärenkräfte! Wir sind der Sache auf den Grund gegangen und haben gründlich recherchiert, was an all diesen Mythen tatsächlich dran ist.

Mehr als hundert verschiedene Inhaltsstoffe

Neueste Studien haben gezeigt, dass Spinat dank seiner vielfältigen Nährstoffzusammensetzung die Gesundheit tatsächlich überdurchschnittlich fördern kann. Dafür verantwortlich sind die mehr als 100 nachgewiesenen Inhaltsstoffe wie Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe, die harmonisch zusammenspielen und eine entzündungshemmende, antioxidative Kraft entfalten. Diese wirkt u.a. bei Beschwerden wie Fettleibigkeit, Stoffwechselstörungen, Unterzuckerung, Depressionen oder Krebs entgegen.

Was steckt konkret alles drin im Spinat?

Fangen wir beim Nährwert an: Spinat besteht zu über 90% aus Wasser und enthält kaum Fett. Auch der Zuckergehalt liegt mit 0,5g pro 100g Spinat im Ver-gleich zu anderen Gemüsearten sehr tief. Auch bezüglich Kalorien macht Spinat eine gute Figur, denn er enthält gerade mal 17 kcal auf 100g – natürlich oh-ne Butter, Rahm, Béchamelsauce oder Speck angerichtet!
In Sachen Vitamingehalt hat Spinat hingegen sehr viel zu bieten. Neben sehr viel Betacarotin überzeugt Spinat durch hohe Werte an Vitamin C, B2 und K.
Und nun zu den Mineralstoffen: Auch in dieser «Disziplin» weiss Spinat zu überzeugen. Neben grösseren Mengen an Eisen, Magnesium, Kalium und Cal-cium enthält Spinat Zink, Kupfer, Mangan, Phosphor und Natrium. Damit kann Spinat wesentlich dazu beitragen, den täglichen Bedarf zu decken.

Wann hat Spinat Saison?

In unseren Breitengraden wächst Spinat von März bis November – als vom Frühling bis in den späten Herbst hinein. Das ist der Grund, weshalb man je nach Jahreszeit von Frühlings-, Sommer-, Herbst- oder Winterspinat spricht. Schmecken tut Spinat das ganze Jahr gut und er enthält auch die gleichen Vi-tamine. Der einzige Unterschied ist, dass er im Frühling wesentlich zartere Blät-ter hat als der kräftige Herbst- oder Winterspinat.

Am besten kauft man Spinat regional und in Bio-Qualität

Es gibt viele Gründe, warum man Spinat am besten regional und erntefrisch kaufen sollte, denn je länger Spinat transportiert und gelagert wird, umso mehr Vitamine gehen verloren. Generell empfiehlt es sich, Spinat wenn möglich un-gewaschen und unverpackt in Bio-Qualität zu kaufen, da dieser in der Regel kaum mit Pestiziden belastet ist.
Falls Sie vorgewaschenen, abgepackten Spinat kaufen, beachten Sie, dass Sie diesen nicht länger als einen Tag im Kühlschrank aufbewahren sollten. Sobald sich die Verpackung aufbläht oder der Spinat nach saurer Milch riecht, sollte er nicht mehr verwendet werden.

Darf man Spinat nochmals aufwärmen?

Stellt man diese Frage älteren Menschen, so erhält man in der Regel eine klare Antwort: «Auf gar keinen Fall!» – Heute weiss man, dass man gekochten Spinat problemlos nochmals aufwärmen kann. – Weshalb dieser plötzliche «Sinneswandel»? Das liegt daran, dass es bis ca. 1930 noch keine Kühlschränke gab und sich in den Spinatresten bei normaler Zimmertemperatur Bakterien rasch vermehren konnten. Diese Bakterien sind dafür verantwortlich, dass sich Nitrat zu Nitrit umwandelt, was zu Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall führen kann. Doch auch heute gilt die Faustregel: Gekochten Spinat sollte man nicht länger als zwei Tage im Kühlschrank aufbewahren.

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