Melisse - Natürlich Gesund

Melisse unter der Lupe

Geschichte und Ursprung der altbekannten Heilpflanze

Wenn wir hierzulande von der Melisse sprechen, meinen wir damit die Zitronenmelisse. Sie gehört zur Familie der Lippenblütler und ist eine enge Verwandte von Minze und Salbei. Der lateinische Name leitet sich vom griechischen Melissa= Honigbiene ab und deutet darauf hin, dass ihr feiner Duft Bienen anlockt. Melisse wurde schon vor Jahrhunderten als Bienenfutter eingesetzt und wird auch heute noch bei den Imkern sehr geschätzt. Ihr Ursprung ist der östliche Mittelmeerraum bis Westsibirien. Benediktinermönche brachten die Melisse nach Deutschland und bauten sie in ihren Klostergärten an. Die Mönche schauten sich Anbau und Anwendung von den Arabern ab. Diese hatten es von den Römern gelernt. Die Römer wiederum haben es von den Griechen abgeschaut. Heute ist sie in ganz Europa kultiviert. In Griechenland war die Melisse als „Frauenkraut“ bekannt, da sie als Heilmittel der sogenannten Frauenleiden eingesetzt wurde. Die alten Römer setzten sie gegen Melancholie, Spinnenbisse und Skorpionstiche ein. Hildegard von Bingen, Benediktinerin und Universalgelehrte, setzte sie ebenfalls gegen Melancholie und Zahnschmerzen ein.

Sie nannte die Melisse als ein Mittel, dass „das Herz freudig macht“. Melissentee wurde bei strapazierten Nerven und Schlaflosigkeit getrunken. Der Mund wurde mit einem Melissenaufguss gespült. Karmeliter, das sind Mitglieder des Ordens der Brüder der allerseligsten Jungfrau Maria vom Berge Karmel, stellten 1611 erstmals den weltberühmten Melissengeist her. Heute noch wird er bei Herzschwäche, Migräne, Frauenleiden, Erkältungen und Magenbeschwerden eingesetzt.

Wichtigster Inhaltsstoff der Melisse

Das ätherische Öl mit den Hauptbestandteilen Citral, Linalool und Geranil, welches medizinisch wirksam ist, ist der wichtigste Inhaltsstoff der Melisse. Es wird innerlich angewendet für eine ganze Reihe von Beschwerden und hat unzählige Wirkungen auf unseren Körper.

Melisse für die innerliche Anwendung bei folgenden Beschwerden: Melisse für die äusserliche Anwendung bei folgenden Beschwerden:
Ängstlichkeit Kopfschmerzen
Einschlafstörungen Lippenherpes
Nervosität Gelenkschmerzen
Unruhe
Anspannung
Angespanntheit
Nervöse Herzbeschwerden
Menstruationsbeschwerden
Blähungen
Verdauungsbeschwerden

Melisse das Superkraut

Zu einem grossen Teil werden die vielseitigen Wirkungen der Melisse auch von der modernen Medizin anerkannt. Fertige Produkte sind weitverbreitet auf dem Markt erhältlich. Meistens wird die Melisse für die innere Anwendung als Tee zu sich genommen oder in Kapselform. Die Melisse gilt seit der Antike als Heilkraut. Ihre wohltuende Wirkung entfaltet sich vor allem auf die Nerven. Trübe Stimmung wird vertrieben, und es hellt die Seele auf. Ängste werden gelöst, sie fördert die Entspannung , verbessertdas Gedächtnis und die Konzentrationsfähigkeit. Kopfschmerzen, Schwindel oder auch Ohrensausen werden bevorzugt mit Melisse behandelt. Melissenöl wirkt antibakteriell und wird gerne bei Wundverbänden eingesetzt.

Melisse einfach selber anbauen

Die Melisse ist sehr pflegeleicht. Einmal gepflanzt sorgt sie meist für sich selbst. Ideal also für alle, die nicht den ultimativen, grünen Daumen haben.An ihren Standort stellt sie keine grossen Anforderungen. Um sich entfalten zu können, benötigt sie Platz und möglichst viel Licht. Als fertige Pflanze gekauft, einfach mit ins Beet setzen oder in einem Topf auf die Fensterbank stellen. Die ausgewachsene Melisse ist sehr genügsam. Sie kommt lange ohne Wasser zurecht. Ausser, wenn Hitze oder Trockenheit lange anhält, sollte man ihnen etwas Wasser zukommen lassen. Düngen ist nicht erforderlich. Beim Schneiden ist die Melisse auch sehr unkompliziert, man kann einfach einzelne Stängel oder Blätter ernten. Um sie richtig trocknen zu lassen, ohne dass sie eine unansehnliche Farbe bekommt, ist es wichtig, sie dann zu schneiden, wenn die Erde schon etwas trocken ist. Die Blätter von den Stängeln trennen und diese auf ein Zeitungspapier in die Sonne zu legen. Melisse gehört in jedes Kräuterbeet. In der Küche mit den Blättern zu arbeiten, ist ein Genuss für die Sinne. Getränke erhalten mit ihr die richtige Zitrusnote. Als Arznei ist das Kraut sowieso nicht mehr weg zu denken.

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