So stehen Sie morgens leichter auf - Natürlich Gesund

Es gibt sie tatsächlich, die Morgenmuffel, die morgens kaum aus den Federn kommen und die man die ersten zwei Stunden besser nicht anspricht. Und im Gegenzug gibt es die chronischen Frühaufsteher, für die der Tag nicht früh genug beginnen kann und die sich dafür bereits um 9.00 Uhr schlafen legen. Doch woran liegt das? Hat es etwa mit der Erziehung zu tun oder sind die Menschen wirklich so verschieden? Wir sind dieser Frage nach gegangen und haben recherchiert, was Experten dazu meinen.

Es liegt auch an den Genen…..

Die meisten Menschen liegen mit ihrem Rhythmus zwischen den Extremen Lerche und Eule. Jedoch gibt es Ausprägungen sowohl in die eine als auch in die andere Richtung. Ob wir eher früh aufstehen oder uns lieber später zu Bett legen ist einerseits genetisch bedingt. Anderseits verändert sich der Rhythmus zwischen Schlafen und Wachsein im Laufe des Lebens. Kleine Kinder werden meist früh wach, Teenager in der Pubertät hingegen benötigen häufig auch tagsüber viel Schlaf. Im Erwachsenenalter bestimmen Beruf und Familienalltag die Zeitfenster. Kurze aber regelmäßige Schlafphasen über den Tag verteilt beobachtet man immer wieder bei älteren Menschen.

Unsere Wachphasen und das Einsetzen der Müdigkeit regulieren Hormone in unserem Körper. Sie werden von unterschiedlichen Reizen wie Tageslicht oder Dunkelheit stimuliert. Die Hormonausschüttung im Körper verändert sich während eines Tages, aber auch in den  Lebensabschnitten: vom Kind über Jugendliche bis hin zu Erwachsenen und Senioren.

So starten man auch als Morgenmuffel fit in den Tag

Leider nimmt die Arbeitswelt wenig Rücksicht auf unsere individuellen Schlafgewohnheiten und längst nicht jeder kann sich seine Arbeitszeiten so einteilen, wie es ihm liebsten wäre. Somit bleibt eigentlich nur die Option, sich möglichst gut auf die Situation einzustellen und Bedingungen zu schaffen, die einem das Aufstehen leichter machen. Nachfolgend einige Tipps dazu:

Tipp 1: Digitale Geräte abstellen

Es ist wissenschaftlich belegt, dass wir vor der grossen Digitalisierung früher ins Bett gegangen sind und durchschnittlich rund eine Stunde länger geschlafen haben. Durch die Digitalisierung begleiten uns das Mobilephone, Tablets und der Computer rund um die Uhr. Selbst wer sich vor dem Schlafen gehen nicht mehr aktiv mit elektronischen Medien beschäftigt, wird vielfach noch durch SMS, WhatsApp und andere digitale Nachrichten gestört. Da hilft nur eins: Handy und alle elektronische Geräte im Schlafzimmer konsequent abstellen.

Tipp 2: Musik zum Aufwachen

Kein Wunder wird das Aufstehen zum Alptraum, wenn Tag für Tag von einem unangenehmen Klingelton aus dem Schlaf gerissen wird. Versuchen Sie es doch mal mit motivierender Weckmusik. Wer’s mag, kann’s auch gerne mit Rockmusik oder irgend einem energiegeladenen Song probieren. Sie werden staunen, wir schnell Sie so aus den Federn kommen.

Tipp 3: Vorhang auf – Licht rein

Der menschliche Körper reagiert nun mal auf Licht und Dunkelheit. Sobald es dunkel wird, beginnt der Körper Melatonin zu produzieren und dadurch werden wir müde. Sobald wieder Licht auf den Körper strahlt wird die Produktion eingestellt und man wird wieder wach. Daher empfiehlt es sich, nach dem ersten Weckruf kurz aufzustehen und die Vorhänge oder Rollladen zu öffnen.

Tipp 4: Ein Glas Wasser trinken

Während der Nacht trocknet der Körper immer mehr aus. Daher sollte man am besten gleich nach dem Aufwachen ein Glas Wasser trinken, um dem Körper fehlende Feuchtigkeit zurückzugeben. Ein weiterer wichtiger Grund ist, dass dadurch der Stoffwechsel angeregt und der Verdauungsprozess gefördert wird. Wer kein Wasser mag, kann selbstverständlich auch auf etwas frisches wie Zitronen- oder Orangensaft ausweichen. Entscheidend ist, dass der Körper Flüssigkeit erhält.

Tipp 5: In Ruhe frühstücken

Ein gesundes, ausgewogenes Frühstück ist die beste Medizin, um gut gelaunt und mit voller Tatendrang in den Arbeitstag zu starten. Zu einem vollwertigen Frühstück gehören neben Kohlenhydraten, Vitaminen und Eiweiss ausreichend Flüssigkeit. Und nicht zu vergessen: Genügend Zeit, denn nur wer sich Zeit nimmt, kann sein Frühstück richtig geniessen.

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