Der Sommer hat sich dieses Jahr lange erfolgreich gegen den Herbst gewehrt, doch jetzt ist er definitiv bei uns angekommen. Spätestens seit der Zeitumstellung Ende Oktober wurde den letzten Sonnenanbetern bewusst, dass sie sich in den kommenden Monate mit weniger Sonnenstunden begnügen müssen. Doch damit nicht genug: Es ist auch deutlich kälter geworden und die Wolken bringen viel Regen und Feuchtigkeit ins Land. Ideale Voraussetzungen, dass sich bei so manchem der Herbstblues einschleichen kann. – Völlig unnötig, denn schliesslich hat auch der Herbst seine reizvolle Seite. Und zudem gibt es einfache Mittel und Wege, sich vor Jahreszeit bedingten depressiven Störungen zu schützen!

Bewegung und frische Luft wirken Wunder
Zugegeben: Manchmal kostet es Überwindung, bei ungemütlichen Temperaturen die warme Stube zu hinter sich zu lassen und zu einem ausgedehnten Herbstspaziergang aufzubrechen. Vor allem, wenn es zu allem Übel auch noch regnet. Doch wie bei so vielen im Leben gilt: Wenn die erste Hürde mal überwunden ist, und man sich mit positiven Gedanken auf etwas einlässt, ist die das Glücksgefühl danach umso grösser. Denn genau das ist es, was der Mensch in dieser trüben Zeit braucht. Denn je weniger Sonnenlicht unser Körper erhält, umso weniger des Glückshormons Serotonin kann er selbst produzieren.

Achten Sie auf gesunde Ernährung
Wie bei so vielen körperlichen Leiden hat die Ernährung auch einen Einfluss auf das seelische Wohlbefinden. Achten Sie deshalb darauf, nicht zu viel zu essen, denn das macht träge. Und wer müde und träge ist, tut sich natürlich auch schwerer, sich körperlich zu betätigen. Wählen Sie deshalb kalorienarme Kost und essen Sie viel frisches Obst und Gemüse. Sich bewusst und gesund zu ernähren, bedeutet aber noch lange nicht, dass man sich zwischendurch nicht mal was Süsses gönnen darf. Denn Süssigkeiten enthalten neben Kalorien auch Stoffe, die im Körper zu Serotonin umgewandelt werde. Und dies wiederum hebt die Stimmung.

Hören Sie öfter mal gute Musik
Es gibt sehr einfache Dinge, die helfen können, schlechter Laune den Garaus zu machen. Dazu gehört auch gute Musik! Nicht umsonst sagt man: Musik ist die Sprache des Herzens. Mit Musik haben wir ein wunderbares Instrument in der Hand, wie wir Entspannung, Ausgeglichenheit und Fröhlichkeit in uns hervorrufen können. Musik belebt und beruhigt und hilft uns, negative Gedanken vergessen zu können. Für welche Musik Sie sich entscheiden, hängt ganz von Ihrem persönlichen Geschmack ab.
Achten Sie auf genügende Vitamin D
Dass es zwischen einem Vitamin-D-Mangel und depressiven Verstimmungen einen Zusammenhang gibt, gilt mittlerweile als erwiesen. Untersuchungen bestätigen dies immer wieder. Das ist der Grund, weshalb man beim Vitamin D auch oft vom «Sonnenvitamin» spricht, denn der menschliche Körper braucht Sonnenlicht, um selbständig Vitamin D produzieren zu können. Dabei wird das in der Haut vorhandene Cholesterol in Provitamin D umgewandelt und gelangt anschliessend über das Blut in die Leber, wo es als Vitamin D3 gespeichert wird.
Gönnen Sie dem Körper genügend Schlaf
Wer häufig zu wenig und schlecht schläft, ist in der Regel auch weniger belastbar und öfter mal schlecht gelaunt. Und genau das ist im wahrsten Sinne des Wortes Gift, wenn man ohnehin schon mit depressiver Verstimmung zu kämpfen hat. Wie viele Stunden Schlaf für den Einzelnen gesund sind, lässt sich nicht generell beantworten. Man geht davon aus, dass sechs bis acht Stunden gesundheitsfördernder sind. Wichtig für einen gesunden, erholsamen Schlaf ist auch das Einschlafritual. Wer bis kurz vor dem ins Bett gehen am Smartphone, Laptop oder vor dem TV sitzt, darf sich nicht wundern, wenn er schlecht einschläft. Das liegt daran, dass das künstliche Licht dieser Elektrogeräte die Produktion des Schlafhormons stört und uns dadurch am Einschlafen hindert.

Auf die richtige Einstellung kommt’s an
