Anhaltende Müdigkeit, nachlassende Konzentration, kleine Gedächtnislücken – viele Menschen schieben diese Beschwerden auf Stress oder Schlafmangel. Doch oft steckt etwas anderes dahinter: ein unerkannter Eisenmangel. Tatsächlich zählt er zu den häufigsten Nährstoffdefiziten überhaupt. Besonders häufig sind Frauen betroffen, doch auch Männer, Kinder und Jugendliche können einen zu niedrigen Eisenspiegel entwickeln. Umso wichtiger ist es, die Rolle von Eisen im Körper zu verstehen, mögliche Ursachen zu kennen und rechtzeitig gegenzusteuern.
Warum Eisen für den Organismus unverzichtbar ist
Eisen gehört zu den lebenswichtigen Spurenelementen. Es spielt eine zentrale Rolle bei der Bildung der roten Blutkörperchen sowie des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin. Dieser ist dafür verantwortlich, Sauerstoff aus der Lunge aufzunehmen und zu allen Zellen des Körpers zu transportieren. Rund zwei Drittel des gesamten Körpereisens sind im Hämoglobin gebunden, der Rest wird vor allem in Leber, Milz und Darmschleimhaut gespeichert.
Da der menschliche Körper Eisen nicht selbst herstellen kann und täglich kleine Mengen verliert, ist eine kontinuierliche Zufuhr über die Ernährung unerlässlich.
Wie es zu einem Eisenmangel kommen kann
Die Ursachen für einen Eisenmangel sind vielfältig. Eine der häufigsten ist eine unausgewogene oder eisenarme Ernährung. Menschen, die sich vegetarisch oder vegan ernähren, haben grundsätzlich ein erhöhtes Risiko – es sei denn, tierische Produkte werden gezielt durch eisenreiche pflanzliche Alternativen ersetzt. Dazu zählen unter anderem Hülsenfrüchte wie Kichererbsen und Sojabohnen, Tofu, Vollkornprodukte, Haferflocken, Hirse, Nüsse und Samen wie Sesam-, Kürbis- oder Sonnenblumenkerne sowie bestimmte Gewürze.
Ein weiterer Faktor ist eine eingeschränkte Eisenaufnahme im Darm. Bestimmte Medikamente können die Resorption hemmen, ebenso Genussmittel wie Kaffee, Schwarztee, Cola oder Milchprodukte, wenn sie gleichzeitig mit eisenhaltigen Mahlzeiten konsumiert werden.
Auch Blutverluste spielen eine wichtige Rolle. Frauen verlieren während der Menstruation regelmässig Eisen, weshalb sie besonders häufig betroffen sind. Erhöhte Risiken bestehen zudem bei Blutspendern sowie nach operativen Eingriffen.
Darüber hinaus gibt es Lebensphasen und Situationen mit einem erhöhten Eisenbedarf: Kinder und Jugendliche im Wachstum, ältere Menschen, Leistungssportler sowie Frauen während der Schwangerschaft. In der Schwangerschaft verdoppelt sich der tägliche Eisenbedarf, da zusätzlich das ungeborene Kind versorgt und das mütterliche Blutvolumen deutlich erhöht werden muss.
Vitamin C: Schlüssel zur besseren Eisenaufnahme
Nicht jedes Eisen wird vom Körper gleich gut verwertet. Eisen aus tierischen Lebensmitteln liegt in einer Form vor, die besonders effizient aufgenommen werden kann. Pflanzliche Lebensmittel enthalten hingegen überwiegend dreiwertiges Eisen, das im Körper erst umgewandelt werden muss.
Vitamin C kann diesen Umwandlungsprozess entscheidend unterstützen. Wer pflanzliche Eisenquellen mit Vitamin-C-reichen Lebensmitteln wie Paprika, Zitrusfrüchten, Beeren oder Brokkoli kombiniert, verbessert die Eisenaufnahme deutlich – ein einfacher, aber wirkungsvoller Ernährungstipp.
Moderne Unterstützung: Eisen als Spray
Neben klassischen Nahrungsergänzungsmitteln wie Tabletten oder Kapseln gibt es inzwischen auch Eisen in Sprayform. Diese Darreichungsform wird über die Mundschleimhaut aufgenommen und bietet gleich mehrere Vorteile: Die Anwendung ist unkompliziert, gut verträglich und besonders effizient.
Das fein zerstäubte Eisen gelangt als mikrofeine Tröpfchen direkt über die Mundschleimhaut in den Blutkreislauf und kann so drei- bis viermal besser verwertet werden als herkömmliche Präparate. Für Menschen mit empfindlichem Magen oder Aufnahmestörungen kann dies eine sinnvolle Alternative sein.

