Das Lächeln der Erde mit Blumen entdecken
Düfte wirken auf unsere Seele, indem sie diese zart einpacken, ins Reich der Erinnerung entführen oder präsente Momente unvergesslich machen. Gerade in Momenten grösster seelischer Anspannung ist es hilfreich, wenn uns kleine subtile „Pflanzengeister“ bei der Hand nehmen. Früher, als Mensch und Natur noch im Einklang lebten, war es selbstverständlich, dass man die Pflanzen in ihrer Ganzheit zu Heilungszwecken nutzte. Mit der Synthetisierung der Medikamente verloren die Menschen jedoch den Bezug zur Natur. Das natürliche Probiotikum wich dem chemischen Antibiotikum. Was Jahrtausende lang als gut und hilfreich befunden wurde, verlor innerhalb von etwa 150 Jahren seine Berechtigung und Seriosität. So wie Menschen aus Körper, Geist und Seele bestehen und nur in der Einheit der drei Komponenten liebenswert und gesund sind, muss man auch die Pflanzen als ein komplexes Zusammenspiel aus sekundären Pflanzenstoffen, Form, Farbe und Duft verstehen. Ätherische Öle sind Duftstoffe, die Pflanzen in Form von winzigen Öltröpfchen in ihren Blüten, Stängeln, Früchten und Wurzeln einlagern. Sie werden durch Destillation, Kaltpressung oder Extraktion gewonnen. Düfte können desinfizieren, gegen Viren wirken, Krämpfe mildern, nervliche Belastungen besser ertragen helfen und auch Ängste nehmen. Sie können Gefühle in uns wach werden lassen, zum Beispiel: weihnachtliche Gefühle, wenn wir mit dem Duft von Zimtsternen in Berührung kommen. Oder wir erinnern uns an fröhliche Abende im Herbst mit neuem Wein und Zwiebelkuchen.
Kostbare Aromen
Nicht erst seit Patrick Süskinds „Das Parfüm“ werden edle Duftwässerchen geschätzt und strategisch angewandt. Die antivirale, antimykotische und antibakterizide Wirkung von vielen Duftölen machen die flüchtigen Helferlein zu wertvollen Therapiebegleitern in zahlreichen Arzt- und Naturheilpraxen. Sogar aus Zahnarztpraxen soll die Angst verscheucht werden können, wenn zusätzlich oder anstatt des Desinfektionsmittels eine Aromaschale mit Lavendel aufgestellt wird. Nahezu an jeder Ecke werden ätherische Öle angeboten, wobei die Preisspanne beträchtlich variieren kann. Achten Sie beim Kauf eines ätherischen Öles darauf, ob die lateinische Bezeichnung der Pflanze unter dem Namen steht, das Herkunftsland verzeichnet ist, die Pflanze aus biologischem Anbau stammt und ob es sich um ein 100% reines ätherisches Öl (nicht naturidentisches) handelt. Höchste Qualitätsstandards sind in der Aromatherapie gerade gut genug, denn die Düfte haben direkten Zugang zu Ihrem Gehirn. Essenzen sind chemische Kunstprodukte und müssen kein Gramm der angeführten Pflanze enthalten. Sie sind wie leblose Kunststoffblumen im Vergleich zu einer erblühten Rose. Gute Duftöle können hingegen richtig teuer werden. Die Investition lohnt sich jedoch, denn solche Öle werden nur tropfenweise eingesetzt.

Gute Laune Garantie
Wenn Ihnen die schlechte Stimmung die Arbeit erschwert, dann halten Sie sich an Mandarinen-, Lavendel-, Grapefruit-, und Basilikumöl. Sie sollten zwar keinesfalls alle Öle zusammen mischen, doch der ein oder andere Duft, dezent dosiert, kann so manche dicke Büroluft klären. Wenn Sie abends nach getaner Arbeit ein entspannendes Lavendelbad nehmen, so besänftigen Sie mit Sicherheit nicht nur irritierte Haut, sondern auch einen aufgewühlten Geist. Schliessen Sie im warmen Wasser dann ganz einfach die Augen, lassen Sie alles Laute und Belastende des Tages hinter sich und machen Sie sich Ihren Körper bewusst. Stück für Stück, von oben nach unten. Konzentrieren Sie sich auf die im Moment wichtigste Person, nämlich Sie selbst. Atmen Sie die beruhigenden Dämpfe ein und fühlen Sie die Zartheit des Wassers. Duftöle zaubern auch entsprechende Stimmungen in Wohnräume. Unterstützen Sie Amor mit Patchoulli, Ylang-Ylang oder Sandelholz im Schlafzimmer, oder schaffen Sie sich mit Kerzenlicht und Lavendelwasser eine romantisch-entspannte Atmosphäre im Wohnzimmer. Öffnen Sie den Düften die Tür in Ihr Leben und Sie werden überrascht sein, um wie viel lieblicher und harmonischer vieles danach ist. Mögen Sie sich daran erinnern, wenn Sie das nächste Mal über Wiesen, durch Wälder oder am Meer spazieren gehen.

Einteilungskriterien der Düfte nach Noten
Kopfnoten: | Erfrischend, anregend, konzentrationsfördernd bei „Kopfarbeit“, setzen innere Energien und Inspirationen frei. Helle leichte, beschwingte Düfte mit kurzer Haftdauer. Beispiel: Zitrusöle. |
Kopf-Herznoten: | Anregend und zugleich ausgleichend |
Herznoten: | Harmonisierend, ausgleichend, sinnlich anregend; für hektische, anspruchsvolle Situationen; sie beruhigen und setzen Ihre emotionale Kompetenz frei. Blumige, liebliche, würzige Düfte. Beispiel: Blütenöle |
Herz-Basisnoten: | Harmonisierend und gleichzeitig kräftigend |
Basisnoten: | Kräftigend, zentrierend, stabilisierend, erdend; helfen auftanken und Energie speichern. Schwere, erdige, balsamische, tiefe, lang haltende Düfte. Beispiel: Harz- und Wurzelöle. |