Die Zecken sind wieder auf dem Vormarsch! - Natürlich Gesund

Kaum steigt das Thermometer, werden sie wieder aktiv: Um ihren Blutdurst zu stillen, fallen die kleinen, lästige Plagegeister in Wiesen, Wald und Gärten gierig über ihre Opfer her – und das Verbreitungsgebiet der blutsaugenden Parasiten dehnt sich immer mehr aus. Zur bevorzugten Beute gehören nicht nur Hunde, Katzen und andere Wirbeltiere, sondern leider auch wir Menschen. Von den weltweit etwa 900 Zeckenarten ist bei uns vor allem der Holzbock weit verbreitet. Er gehört zu jenen Zeckenarten, die den Menschen am häufigsten befallen und ist auch für die Übertragung der Borreliose- und FSME-Erreger verantwortlich.

So können Sie sich vor Zecken schützen

Einen 100%igen Schutz vor Zeckenstichen gibt es leider nicht. Das einzige, was man vorbeugend dagegen tun kann, ist das Risiko eines Zeckenstichs zu minimieren. Zum Beispiel, indem man den Aufenthalt in hohem Gras und im Unterholz möglichst vermeidet oder wenigstens geschlossene Kleidung mit langen Ärmeln und Hosen trägt. Nützlich ist zudem, die Socken über die Hosenbeine zu ziehen oder Gummistiefel zu tragen. Auch die Farbe der Kleidung kann helfen, sich vor Zeckenstichen zu schützen, denn je heller die Kleidung ist, um so grösser ist die Chance, dass man die kleinen Blutsauger rechtzeitig entdeckt und entfernt bevor sie auf die Haut gelangen. Und natürlich können auch spezielle Mücken- und Zeckenschutzmittel helfen, den lästigen Blutsaugern den Appetit zu verderben.

Zecken findet man bis 2‘000 Meter über Meer

Eine ausgewachsene Zecke kann bis 4,5 Millimeter gross werden. Sie stammt aus der Familie der Spinnentiere, hat acht Beine und ist üblicherweise dunkelbraun. Zecken bevorzugen gemässigtes Klima und sind vorwiegend an Waldrändern, in Laub- und Mischwäldern, Sträuchern und Büschen sowie in hohem Gras anzutreffen. Selbstverständlich können die lästigen Parasiten auch in Gärten und Pärken heimisch sein. Was viele nicht wissen: Zecken sehr anpassungsfähig bezüglich Feuchtigkeit und Höhe und sind in Bodennähe bis in Höhen von 2‘000 Metern anzutreffen. Erst bei Temperaturen unter 8 Grad Celsius ist die Zecke inaktiv und fällt in eine Arte Winterstarre.

Zeckenbisse können durchaus gefährlich sein

Auch wenn Zecken harmlos aussehen, können sie im menschlichen Körper erheblichen Schaden anrichten. Dabei ist nicht etwa der Blutverlust das Problem, sondern es sind die Krankheiten, die sie übertragen können.

Durch den Zeckenbiss und gelangen die Krankheitserreger in den Körper des Wirtes und dort kann es dann zu einer Infektion kommen. Je schneller die Zecke jedoch bemerkt und entfernt wird, desto geringer ist das Risiko einer Erkrankung.

Grundsätzlich unterscheidet man zwei verschiedene Krankheiten, die durch Zecken übertragen werden können. Zum einen die sogenannte FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis und zum anderen die Borreliose.

Eine Impfung gegen Borreliose gibt es nicht, aber sie kann mit Antibiotika behandelt werden. Entscheidend ist, dass Borreliose frühzeitig erkannt wird, da es sonst zu Langzeitschäden kommen kann.
Gegen FSME gibt es zwar eine Impfung, aber wenn sich das Virus trotzdem löst kann es zu einer Hirnhautentzündung kommen, an der man im schlechtesten Fall sogar sterben kann. Ein Zeckenstich sollte daher auf keinen Fall unterschätzt werden. Wer häufig in freier Natur unterwegs ist und in einem Risikogebiet lebt, sollte mit seinem Arzt über eine mögliche Impfung sprechen.

So entfernt man eine Zecke richtig

Fälschlicherweise hört man immer wieder, man solle die Zecke vor dem Rausdrehen mit Speiseöl gewissermassen ersticken. Heute weiss man, weder das eine noch das andere ist richtig!

  1. Verwenden Sie entweder eine spezielle Zeckenzange oder eine spitz zulaufende Pinzette mit möglichst schmalen Backen.
  2. Greifen Sie die Zecke an der schmalen Stelle möglichst nahe an der Haut.
  3. Ziehen Sie die Zecke mit zunehmendem Zug gerade und ohne zu Drehen von der Haut weg, bis sie sich löst.
  4. Desinfizieren Sie die Wunde gründlich.

Beobachten Sie die entsprechende Körperstelle nach dem Entfernen regelmässig. Falls Sie nach ein paar Tagen Rötungen feststellen oder Sie unsicher sind, dann konsultieren Sie zur Sicherheit Ihren Arzt oder Apotheker.

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