Störend, ermüdend, qualvoll: lästiger Husten - Natürlich Gesund

Ganz gleich, wo man gerade ist, ob im Restaurant, Kino oder im Bett, der Husten wird für sich selbst und auch für seine Mitmenschen als störend empfunden. Leicht wird dann vergessen, dass der Husten eine wichtige Funktion erfüllt. Der Hustenreflex  zählt nämlich zu den überlebenswichtigen Mechanismen in unserem Körper. Infektionserreger, Fremdkörper oder auch Kälte erhöhen unsere Schleimproduktion. Dieser Schleim, der in den Bronchiolen hängen bleibt, wird mit einem kräftigen Hustenstoss aus dem Körper geschleudert. Doch nicht nur eine Erkältung, sondern auch andere Infektionskrankheiten können Husten auslösen. Eine Lungenentzündung oder auch saures Aufstossen kann zu Hustenanfällen führen.

Die zwei häufigsten Hustenarten

Der trockene Reizhusten:

Er tritt anfallartig und ohne Auswurf von Sekret auf. In der Schulmedizin wird dann meistens Codein oder Dextromethorphan zur Unterdrückung des Hustens verschrieben. Doch diese sollten mit Vorsicht eingenommen werden, da sie jeglichen Auswurf hemmen. Werden sie bei einem feuchten Husten angewendet, kann ein Sekretstau eine mögliche Folge sein.

Der feuchte Husten:

Nach einer Erkältung sorgt er meistens für Erlösung. Die Sekrete werden gelöst und können abgehustet werden. Expektorantien verschaffen Abhilfe. Sie erleichtern und beschleunigen das Abhusten von zähem Schleim. Zu den Expektorantien gehören unter anderem Acetylcystein und Guaifensin. In bekannten Hustenmitteln wird meistens eines von diesen beiden verwendet.

Bronchitis als Folgeerscheinung

Schmerzen hinter dem Brustbein, trockener Reizhusten oder Atemnot können erste Anzeichen einer akuten Bronchitis sein. Die akute Bronchitis tritt meist als Folge- oder Begleiterscheinung einer Erkältung oder Infektionskrankheit wie Grippe oder Scharlach auf, denn diese senken die Abwehrkräfte. Ideale Bedingungen also für Eitererreger, um sich in den Bronchien niederzulassen. Auch Reizstoffe oder Staubteilchen lösen gerne eine Bronchitis aus. Im Normalfall klingt die Bronchitis nach zehn bis fünfzehn Tagen ab. Gelegentlich kann sie jedoch eine Lungenentzündung und bei Rückfällen in eine chronische Bronchitis übergehen.

Des Rauchers Leid

Die chronische Bronchitis wird meist von Rauchkonsum ausgelöst. Rund 90% aller Menschen mit einer chronischen Bronchitis sind Raucher oder ehemalige Raucher. Mehrmals im Jahr sind die Bronchien dabei über einen längeren Zeitraum entzündet. Spätestens dann sollte zumindest die Raucherration gekürzt und die Warnung des Körpers beachtet weden.

2 einfache Hausmittel zum selber machen

Senfmehlwickel: Das Senfmehl warm aufkochen und auf einer Gaze auftragen und zudecken. Nach fünfzehn Minuten als Wärmepackung auf Hals und Brust legen. Das regt auch zusätzlich die Durchblutung der Haut an.

Zwiebelwickel: Sie helfen bei Husten, Katharr und Brustschmerzen. Einfach zwei mittelgrosse Zwiebeln fein schneiden, in heissem Olivenöl glasig anlaufen lassen und auf ein Leinen- oder Baumwolltuch auftragen und einen Wickel machen.

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