Die Strahlung der Sonne gehört zu den nichtionisierenden Strahlungen und setzt sich zusammen aus UV-Strahlung, infraroter Strahlung und sichtbarem Licht. UV-Strahlen erhöhen das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken. Die Intensität hängt von verschiedensten Faktoren ab:
Jahreszeit
Von Mai bis August sind die UV-Strahlen in Mitteleuropa am intensivsten. Im Frühling und Herbst täuschen oft die niedrigeren Temperaturen über die Strahlungsintensität hinweg. Von November bis Februar sind die Strahlen in der Schweiz schwach und es braucht normalerweise kaum Sonnenschutz.
Tageszeit
Die meiste UV-Strahlung wird 11 und 15 Uhr festgestellt. Fast zwei Drittel der täglichen Dosis treffen während diesen vier Stunden auf die Erdoberfläche.
Höhenmeter
Die Intensität der UV-Strahlen nimmt pro 1000 Höhenmeter um ungefähr 10 Prozent zu.
Bewölkung
Auch wenn es bewölkt ist gelangen UV-Strahlen bis auf die Erdoberfläche.
Reflexion
Helle Flächen reflektieren die UV-Strahlen und verstärken so ihre Wirkung. Beispielsweise Schnee kann die UV-Strahlung bis zu 90 Prozent reflektieren und damit die Intensität fast verdoppeln.
Luftverschmutzung
Durch Luftschadstoffe wie Aerosole können UV-Strahlen zerstreut und abgeschwächt werden. Die Ozonschicht wirkt wie ein Schutzschild und je dicker sie ist, desto geringer ist die UV-Belastung. Bei einer Abnahme der Ozonschicht von 1 Prozent verstärkt sich die UV-Strahlung jedoch bereits um 2 Prozent.
Was ist der UV-Index?
Dabei handelt es sich um ein internationales Mass für die Stärke der UV-Strahlen der Sonne. Je höher der UV-Index ist, desto intensiver und schädlicher ist die UV-Strahlung. Der Index wird mit einer Zahl (1 bis 11+) und einer Zeichnung dargestellt.
Sonnenschutz-Tipps
Gehen Sie nicht ins Solarium
Die Strahlungsintensität von Solarien ist vergleichbar mit derjenigen, die in der Schweiz auf 500 Metern über Meer an einem hochsommerlichen, wolkenlosen Mittagshimmel auftritt. Die Strahlung im Solarium ist eine zusätzliche Belastung für den Körper. Sie erhöht das Hautkrebsrisiko und beschleunigt die Hautalterung.
Tragen Sie Sonnenschutzmittel auf
Wenden Sie konsequent Sonnenschutzmittel an, ergänzend zum Aufenthalt im Schatten und dem Tragen von Kleidung. Eine Sonnencreme oder ein Spray mit Schutz vor UVB- und UVA-Strahlen schützt und reduziert das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken. WICHTIG: auch bei einem hohen Lichtschutzfaktor sollten Sie sich dennoch nicht zu lange an der Sonne aufhalten!
Tragen Sie Sonnenbrille
Auch die Augen können durch zu viele UV-Strahlen geschädigt werden. Wer oft im Freien ist, sollte seine Augen mit einer Sonnenbrille schützen. WICHTIG: Achten Sie beim Kauf einer Sonnenbrille auf das CE-Zeichen und den Vermerk «100 % UV».
Tragen Sie Hut und Kleider
Kleidung bietet in der Regel einen guten Schutz vor UV-Strahlen. Wenn Sie Körperstellen mit Kleidern bedecken, bleiben Sie den ganzen Tag über konstant geschützt. Zum Beispiel ein T-Shirt, das die Schultern becekt oder ein Hut mit breiter Krempe schützen sehr gut.
Bleiben Sie zwischen 11 und 15 Uhr im Schatten
Den besten Schutz vor der Sonne haben Sie im Schatten – vor allem in den Mittagsstunden, wenn die Sonne am intensivsten scheint. Der Schatten schützt jedoch nicht immer vor indirekter Strahlung durch reflektierende Flächen wie Sand, Beton und Schnee.