Fühlen Sie sich oft müde und erschöpft, können Sie sich schlecht konzentrieren und sind plötzlich vergesslicher als sonst? Dann kann es gut sein, dass Sie unter einem unerkannten Eisenmangel leiden. Damit wären Sie bei weitem nicht allein, denn Eisenmangel ist einer der häufigsten Nährstoffmängel. Meist sind Frauen davon betroffen, aber auch Männer und Kinder können darunter leiden. In diesem Artikel erfahren Sie, was die Ursachen sind, welche Symptome auftreten und was Sie selbst dagegen tun können.

Wofür braucht der Körper Eisen?
Eisen ist ein lebenswichtiges Spurenelement, das der Körper für zahlreiche Funktionen benötigt, zum Beispiel für die Bildung der roten Blutkörperchen und des Blutfarbstoffes Hämoglobin. Die roten Blutkörperchen wiederum sind für den Transport des lebensnotwendigen Sauerstoffs zu allen Körperzellen verantwortlich. Etwa zwei Drittel des körpereigenen Eisens sind im roten Blutfarbstoff enthalten. Das restliche Eisen ist in der Leber, Milz und Darmschleimhaut eingelagert. Da menschliche Körper Eisen nicht selbst bilden kann und täglich eine bestimmte Menge verliert, muss dieses Spurenelement dem Organismus regelmässig über die Nahrung zugeführt werden.
Wodurch entsteht Eisenmangel?
Es gibt mehrere Gründe, die einen Eisenmangel hervorrufen können. Eine häufige Ursache ist eine unausgewogene Ernährung. So tragen Vegetarier und Veganer grundsätzlich ein höheres Risiko, an Eisenmangel zu erkranken, es sei denn, die tierischen Produkte werden in ausreichender Menge durch besonders eisenreiche pflanzliche Nahrungsmittel ersetzt, z.B. durch Sojabohnen, Leinsamen, Sesamsamen, Kürbis- und Sonnenblumenkerne, Pistazien, Tofu, Kichererbsen, Vollkornnudeln, Haferflocken, Hirse, Thymian, Zimt, Kurkuma und andere mehr.
Eine weitere Ursache kann eine gestörte Eisenresorption sein. So können bestimmte Medikamente die natürliche Eisenaufnahme aus der Nahrung stören. Auch Cola, Kaffee, Schwarztee und Milchprodukte haben einen negativen Einfluss auf die Eisenresorption.
Blutverlust kann ebenfalls zu Eisenmangel führen. Frauen sind davon besonders betroffen, da sie während der Menstruation regelmässig Blut verlieren. Aber auch Blutspender und Personen, die sich einem chirurgischen Eingriff unterzogen haben, tragen ein höheres Risiko.
Untersuchungen haben zudem gezeigt, dass Kinder, Jugendliche und ältere Menschen sowie Hochleistungssportler oder Frauen während der Schwangerschaft einen erhöhten Eisenbedarf haben. In der Schwangerschaft beispielsweise steigt der tägliche Eisenbedarf um 100 Prozent an, da die Mutter das ungeborene Kind mitversorgen muss und deutlich mehr Blut benötigt wird.


Vitamin C für eine bessere Aufnahme von pflanzlichem Eisen
Obwohl Fleisch grundsätzlich weniger Eisen enthält als viele pflanzliche Lebensmittel, sind Fleischprodukte eine sehr wertvolle Eisenquelle für den Körper. Denn Eisen aus tierischen Produkten kann vom Körper besonders gut aufgenommen werden. Und genau hier liegt der Unterschied zu pflanzlichen Lebensmitteln, denn diese enthalten 3-wertiges Eisen, das vom Körper zuerst in 2-wertiges Eisen umgewandelt werden muss. Dieser Prozess kann durch eine ausreichende Zufuhr von Vitamin C unterstützt werden.
Eisenspray als wertvolle Nahrungsergänzung
Dass es Eisen als Nahrungsergänzung in Form von Tabletten und Kapseln gibt, ist hinlänglich bekannt. Seit kurzem gibt es Eisen aber auch als praktischen Spray. Der Vorteil: Die Einnahme über die Mundschleimhaut ist nicht nur einfacher und bequemer, sondern auch 3- bis 4-mal effektiver. Denn das hochgradig verfügbare Eisen gelangt in zerstäubter Form als mikrofeine Tröpfchen über die Mundschleimhaut direkt in den Blutkreislauf.