Was tun bei Schul- und Prüfungsstress? - Natürlich Gesund

Wenn im Herbst das Ende des Schuljahres naht, leiden viele Jugendlichen unter erhöhtem Schul- und Prüfungsstress. Untersuchungen haben gezeigt, dass das Stressempfinden bei höheren Klassen steigt. So geben in der Oberstufe über 50% der befragten Schülerinnen und Schüler an, dass sie häufig Stress empfinden. Doch woran liegt das und wie geht man mit solchen Situationen am besten um?

Die Gründe für schulischen Stress sind vielfältig

Der Leistungsdruck hat in den vergangenen Jahren nicht nur im Berufsleben stark zugenommen, sondern auch in der Schule. Die Sorge um eine gesicherte Zukunft wächst und in der Folge steigt auch Erwartungsdruck, der an die schulischen Leistungen der Kinder gestellt wird. Sei dies nun seitens der Eltern oder von der Lehrerschaft. Dieser andauernde Druck führt dazu, dass immer mehr Schüler das Gefühl haben, den Herausforderungen nicht gewachsen zu sein und die Erwartungen nicht erfüllen zu können. Erschwerend kommt dazu, dass gegen Ende des Schuljahres meist innert kurzer Zeit zahlreiche Prüfungen anstehen und parallel dazu meist noch viele Hausaufgaben zu lösen sind. Diese Kumulation an Druck löst bei Kindern Ängste aus: Angst zu versagen, nicht zu genügen, nicht dazu zu gehören sowie die Angst vor negativen Konsequenzen.

Symptome und Auswirkungen von Prüfungsstress

Wie Jugendliche auf Schul- und Prüfungsstress reagieren, ist sehr individuell. Dabei können die Symptome sowohl psychischer als auch körperlicher Natur sein.

Zu den häufigsten psychischen Stresssymptomen gehören Angst, Gereiztheit, Nervosität, Aggressivität und Niedergeschlagenheit. In vielen Fällen lässt sich parallel dazu eine Auffälligkeit im Verhalten beobachten. Manche Jugendliche ziehen sich plötzlich aus ihrem sozialen Umfeld zurück, andere schlafen schlecht oder leiden gar an Alpträumen. Oftmals verschlechtern sich auf Grund von Konzentrationsstörungen auch plötzlich die schulischen Leistungen rapide. Und damit schliesst sich dann der Teufelskreis: Stress wirkt sich negativ auf den Lernerfolg aus und dies wiederum verursacht zusätzlichen Stress.

Dann wären noch die körperlichen Stresssymptome, die häufig zu beobachten sind, z.B. Kopf- oder Bauchschmerzen, Übelkeit, Durchfall oder plötzlich auftretende Essstörungen.

Tipps gegen Prüfungsangst und Prüfungsstress

Prüfungsangst lässt sich zwar nicht völlig «therapieren», aber in den meisten Fällen lindern. Die Angst zu versagen und bei der Prüfung plötzlich ein Blackout zu haben ist gross. Wir haben recherchiert und die besten Tipps für Sie zusammengetragen.

Positive Gedanken statt negative
Je mehr Sie sich mit negativen Gedanken belasten, umso grösser ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie an der Prüfung nicht Ihr volles Potenzial ausschöpfen. Denken Sie daran: Eine Prüfung zu vermasseln ist zwar ärgerlich, doch das Leben geht weiter, zumal man die meisten Prüfungen wiederholen kann.

Ein Blackout kann jedem passieren
Selbst wenn Sie gut vorbereitet in die Prüfung gehen, kann es passieren, dass Sie für einen Moment «ein Brett vor dem Kopf» haben. Versuchen Sie ruhig zu bleiben und sagen Sie dem Prüfer, dass Sie den Faden verloren haben und bitten Sie ihn, die Frage nochmals zu wiederholen oder etwas später zu bringen.

Nervös zu sein ist völlig normal
Versuchen Sie, körperliche Reaktionen wie Nervosität, feuchte Hände, Händezittern oder Herzklopfen als positive Symptome zu akzeptieren. Denken Sie daran: Ihr Körper bereitet sich damit nur darauf vor, eine Herausforderung oder eine vermeintliche Gefahr erfolgreich zu meistern.

Vermeiden Sie langes Warten
Achten Sie möglichst darauf, dass Sie nicht zu lange vor dem Prüfungszimmer mit anderen Prüflingen warten müssen. Die Nervosität Ihrer Schulkolleginnen und -kollegen macht Sie nur noch nervöser. Ziehen Sie sich lieber etwas zurück und machen Sie ein paar Atemübungen oder hören Sie etwas Musik.

Reden Sie sich gut zu
Wenn Sie sich gut auf die Prüfung vorbereitet haben, gibt es keinen Grund, an sich zu zweifeln. Reden Sie sich selber gut zu und sagen Sie: «Ich kann und werde diese Prüfung erfolgreich bestehen.»

Körperliche Anspannung abbauen
Ob Sie es glauben oder nicht: Körperliche Anspannung können Sie auch abbauen, indem Sie sich anspannen. Ballen Sie einfach Ihre Hände ein paarmal hintereinander zur Faust und entspannen Sie sich dazwischen wieder. Sie werden sehen, es hilft!

Nun wünschen wir Ihnen für Ihre nächsten Prüfungen viel Erfolg und mehr Gelassenheit. Denken Sie immer daran: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen…

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