Wenn es um Rosenkohl geht, dann gehen die Meinungen weit auseinander. Für viele Menschen gehört Rosenkohl zu jenen Gemüsesorten, die es niemals auf den Teller schaffen. Ein wichtiger Grund hierfür ist sicherlich der bittere Geschmack und natürlich der unangenehme Geruch, der durch die schwefelartigen Inhaltsstoffe beim Kochen verursacht wird. Doch schenkt man den Liebhabern von Rosenkohl Glauben, dann liegt das vor allem an der «falschen» Zubereitung. In einem Punkt sind sich allerdings alle einig: Rosenkohl gehört gerade in der kälteren Jahreszeit zu den äusserst vitamin- und nährstoffreichen Gemüsesorten.
Darum ist Rosenkohl so gesund

Man kann von Rosenkohl halten was man will, doch eines steht fest: Er ist gesund und besonders in den Herbst- und Wintermonaten ein willkommener kalorienarmer Vitamin- und Nährwertspender. So enthalten 100 Gramm Rosenkohl gerade mal 43 Kalorien, 9 g Kohlenhydrate, 0,3 g Fett und 3,4 g Protein. Besonders reich ist Rosenkohl an Vitamin C. In 100 g sind bis zu 112 mg enthalten, was bereits über der empfohlenen Tagesdosis eines Erwachsenen liegt.
Ausserdem enthält Rosenkohl grössere Mengen an Vitamin B6. Dieses Vitamin ist wichtig für zahlreiche biochemische Reaktionen des Stoffwechsels. Rosenkohl enthält zudem Vitamin A, das gut für gesunde Haut und Augen ist sowie das Vitamin K, welches der Körper für eine gute Blutgerinnung und Wundheilung braucht.
Die Inhaltsstoffe auf einen Blick
Rosenkohl enthält eine Vielzahl wertvoller Nähr- und Vitamin-Stoffe. Diese Tabelle zeigt, wieviel 100 Gramm Rosenkohl enthalten:
- Fettgehalt: 0,3 Gramm
- Kohlenhydrate: 9 Gramm
- Eiweiss: 4,5 g
- Eisen: 1 mg
- Cholesterin: 0 mg
- Magnesium: 23 mg
- Kalzium: 42 mg
- Vitamin C: 115 mg
- Natrium: 25 mg
- Ballaststoffe: 4,5 g
- Kalium: 470 mg
- Kalorien: 43 kcal
Zudem enthalten 100 g gegarter Rosenkohl verschiedene B-Vitamine:
- Vitamin B1 stärkt das Nervensystem
- Vitamin B2 fördert den Stoffwechsel
- Vitamin B3 regeneriert Haut und Muskeln
Rosenkohl ist reich an Antioxidantien
Der Inhaltsstoff Diindolylmethan (DIM) ist ein Antioxidans, welches freie Radikale beseitigt. Darüber hinaus bremst DIM Proteine, die zur Entwicklung von Tumoren führen können, stärkt das Immunsystem und reguliert den Östrogenspiegel. Gleichzeitig fördert es den Schutz vor Erkältungskrankheiten und grippalen Infekten.
Zudem kann die enthaltene Anzahl von Sulforaphan und Isothiocyanat in Rosenkohl helfen, die Bildung von Tumorzellen zu verhindern. Das ist der Grund, weshalb Rosenkohl auch eine vorbeugend Wirkung gegen Krebs nachgesagt wird.
Rosenkohl fördert die Blutbildung
Auf 100 Gramm Rosenkohl kommt 1 mg Eisen. Wer unter Eisenmangel leidet, kann diesem Mangel durch regelmässigen Genuss von Rosenkohl auf natürliche Art entgegenwirken. Typische Symptome von Eisenmangel sind Blässe, ein Kältegefühl, ständige Müdigkeit und eine erhöhte Anfälligkeit zu erkranken.
So wird Rosenkohl richtig zubereitet

Vor der Zubereitung wird vom angetrockneten Strunk ein Stückchen abgeschnitten. Anschliessend lassen sich die äusseren welken Blätter ganz einfach entfernen. Tipp: Schneiden Sie den Strunk kreuzförmig ein, damit der Kohl gleichmäßiger durchgaren kann. Rosenkohl sollte auf keinen Fall zu lange gekocht werden, sonst wird er matschig, die Röschen zerfallen und verlieren Vitamine. Rosenkohl, der drei Minuten blanchiert wurde, lässt sich bis zu zwölf Monate tiefkühlen. Aber auch fertig gegarte Röschen können problemlos im Tiefkühler aufbewahrt werden. Längere Lagerung bei Raumtemperatur mögen die Kohlköpfchen nicht. Die Blätter werden schnell welk. Bis zur Verarbeitung wickeln Sie den Rosenkohl am besten in ein feuchtes Tuch ein und legen ihn ins Gemüsefach des Kühlschranks.
So bringen Sie den Darm langsam in Gang
Wenn Sie in Folge des Durchfalls über längere Zeit nichts oder nur wenig gegessen haben, sollten Sie den Darm nicht gleich mit schwerer Kost überfordern. Bringen Sie ihn lieber langsam und schonend mit leicht verdaulichen Mahlzeiten in Gang und vermeiden Sie fettige, stark gewürzte Speisen. Ideal sind neben Zwieback, Toastbrot, Reis und Haferflocken auch leichte Gemüsesuppen.